Ankündigungen, Blog, Software-Release |

Neu: FactoryLens macht aus Fabriksimulationen realistische Kundenerlebnisse

Visual Components stellt FactoryLens vor und erweitert damit die Zusammenarbeit mit NVIDIA bei industriellen digitalen Zwillingen. Mit FactoryLens können Systemintegratoren und Maschinenbauer ihre Simulationen aus Visual Components mit realistischen Materialien, Beleuchtung und Schatten präsentieren, sodass mehr Stakeholder ein geplantes Automatisierungssystem nachvollziehen können.

FactoryLens ist in der neuesten Version 5.1.1 unseres Produkts verfügbar. Kontaktiere uns, um eine Lizenz zu erwerben.

Ein technisches Modell belegt, dass das Automatisierungskonzept funktioniert. Um Simulationen zum Leben zu erwecken, bist du jedoch oft auf externe Tools angewiesen, die mit Beleuchtung, Schatten und Spiegelungen für Rendering und visuellen Realismus sorgen.  

Diese Lücke bedeutet zusätzlichen Aufwand. Wenn du für die Visualisierung auf externe Tools ausweichen und mehrere Iterationen durchlaufen musst, dauert es länger, bis du deinen Kunden das Angebot präsentieren kannst. Außerdem kann das weiteren Abstimmungsaufwand zwischen Vertrieb und Engineering zur Folge haben.

FactoryLens schließt diese Lücke, indem es bestehende Simulationen direkt in Visual Components in eine realistischere Digital-Twin-Umgebung überführt. So können Fertigungsunternehmen, Systemintegratoren und Maschinenbauer komplexe Automatisierungslösungen anschaulicher präsentieren, ohne zwischen Tools wechseln zu müssen. Vertrieb, Engineering, Projektabwicklung und Marketing können auf Basis derselben Visualisierung arbeiten.

Was ist FactoryLens?

FactoryLens ist ein neuer Viewport, der direkt in die Simulationsplattform von Visual Components integriert ist und auf Bibliotheken von NVIDIA Omniverse basiert. FactoryLens ist der jüngste Schritt in der Zusammenarbeit von Visual Components mit NVIDIA. Damit können Fertigungsunternehmen, Systemintegratoren und Maschinenbauer die Fabriklayouts, die sie bereits für die Simulation nutzen, direkt in eine realistischere Digital-Twin-Umgebung übernehmen und in ihrer gewohnten Software in Echtzeit rendern.

Die Zusammenarbeit verbindet die Simulationsfunktionen von Visual Components mit NVIDIA PhysX für realistisches physikalisches Verhalten, NVIDIA-Omniverse-Bibliotheken für visuellen Realismus und OpenUSD für Interoperabilität. Gemeinsam ermöglichen sie digitale Zwillinge, die in Physik, Verhalten und Optik realistisch sind – so können Kunden das Erscheinungsbild einer Fabrik mit ihrer Funktionsweise verknüpfen. 

Bewerte die geplante Fabrik fundierter

Eine technische Ansicht ist für die Engineering-Arbeit gemacht. Sie hilft Fachleuten dabei, Anlagen zu konfigurieren, den Produktionsfluss zu analysieren, Probleme zu erkennen und Optionen zu vergleichen. Eine Kundenpräsentation soll dagegen überzeugen und nachhaltig im Gedächtnis bleiben.

Stell dir einen Systemintegrator vor, der eine automatisierte Produktionslinie präsentiert. Die Produktion will sehen, wie der Materialfluss abläuft. Die Werksleitung möchte verstehen, wie die Linie in die verfügbare Fläche passt. Die Finanzabteilung braucht genug Kontext, um das Angebot einschätzen zu können. Jede Gruppe betrachtet dasselbe System aus einem anderen Blickwinkel.

Ein realistischer digitaler Zwilling der Fabrik macht dieses Gespräch konkreter. Stakeholder können Layout, Anlagen und den geplanten Ablauf in einer Form sehen, die leichter zu verstehen ist. So können sie sich mit ihrem Feedback auf das Angebot konzentrieren, statt sich erst in eine technische Oberfläche einarbeiten zu müssen.

Digitale Zwillinge können Projektänderungen nicht ausschließen. Sie können aber allen frühzeitig einen klareren Bezugspunkt geben, um sinnvolle Fragen zu stellen und Entscheidungen schneller zu treffen.

Nutze eine einzige Simulation über das gesamte Projekt hinweg

Die Kundenkommunikation wird oft zu einer Aufgabe für sich. Teams zeichnen Animationen für ein Angebot auf, erstellen weitere Visualisierungen für ein Design-Review und bereiten anschließend zusätzliches Material für Übergabe oder Schulung vor. Manchmal bittet auch das Marketing das Engineering-Team, technisch korrekte Inhalte für eine Veranstaltung oder Kampagne zu erstellen.

Mit FactoryLens holen Teams mehr aus ihren bestehenden Simulationen heraus: 

  • Das Engineering-Team konzentriert sich auf Output-Daten wie Durchlaufzeit, Taktzeit, Systemdurchsatz, Auslastungsgrade, Erreichbarkeitsprobleme und Kollisionen und validiert die Arbeit in der Fertigungssimulation von Visual Components.
  • FactoryLens verleiht der bestehenden Simulation visuellen Realismus für Kundenpräsentationen und Design-Reviews. Vertrieb und Marketing nutzen dasselbe Basislayout, um eindrucksvolle Präsentationen für Kunden zu erstellen.
  • Teams nutzen dieselbe zugrunde liegende Simulation als einheitlichen Bezugspunkt bei Übergabe, Schulung und freigegebenen Marketingaktivitäten.

Wenn sich die Funktionen weiterentwickeln, nutzen Engineering- und KI-Teams dasselbe Fabriklayout auch für Physical-AI-Workflows, etwa um synthetische Bilder zu generieren. Damit lässt sich das Bildverarbeitungssystem eines Roboters vor dem Einsatz unter unterschiedlichen Lichtverhältnissen und Bauteilpositionen trainieren und bewerten.

Das technische Modell bleibt der Kern des Workflows. Teams müssen die Fabrik seltener für jede Zielgruppe in einem anderen Visualisierungstool nachbauen. Vertrieb und Projektabwicklung sprechen außerdem über dasselbe geplante System.

Wenn Teams die Simulation wiederverwenden, zahlt sich ihre Engineering-Investition langfristig aus – von Angeboten und Design-Reviews bis zur künftigen Entwicklung und Validierung von Physical AI. Das Fabriklayout wird zum gemeinsamen Ausgangspunkt für neue Workflows, sodass die Produktionsumgebung nicht für jede Anwendung neu erstellt werden muss.

Eine gemeinsame Ansicht, mit der jedes Team arbeiten kann

  • Skaliere Vertrieb und Kommunikation komplexer Automatisierungslösungen, ohne dass der Aufwand im Presales-Engineering im gleichen Maß mitwachsen muss. Nutze bestehende Simulationen wieder, um Kundenentscheidungen zu beschleunigen, Übergaben zu verbessern und Projektmargen zu sichern.

  • Teams im technischen Vertrieb können ein geplantes Automatisierungssystem so präsentieren, dass es technische und nicht technische Stakeholder gleichermaßen verstehen. Die Simulation gibt der Präsentation eine belastbare technische Grundlage, während die realistischere Digital-Twin-Umgebung das angestrebte Ergebnis anschaulicher macht.

  • Schaffe einen einheitlicheren Bezugspunkt für Design-Reviews und Übergaben. Wenn Vertrieb, Kunden und Projektabwicklung von derselben Simulation ausgehen, können sie Missverständnisse leichter noch vor der Inbetriebnahme aufdecken.

  • Arbeite mit realistischen, technisch fundierten Fabrikansichten für Kampagnen, Veranstaltungen und Sales Enablement. So musst du seltener auf generische Fabrikfotos oder Visualisierungen zurückgreifen, die nicht die geplante Lösung zeigen.

    Die Ergebnisse hängen vom jeweiligen Projekt und Workflow ab. Teams brauchen weiterhin klare Anforderungen, Design-Reviews und fundiertes technisches Urteilsvermögen. FactoryLens macht das Angebot für diese Teams anschaulicher und erleichtert die Diskussion darüber.

    So fügt sich FactoryLens in den Workflow von Visual Components ein

    Mit Visual Components 5.1 können Teams große Fabriken, mobile Ressourcen, physikbasiertes Verhalten und Steuerungslogik simulieren. FactoryLens ergänzt das um visuellen Realismus in Echtzeit, Bild- und Videoaufnahmen sowie den Export nach OpenUSD. So lassen sich bestehende Simulationen in einen umfassenderen Digital-Twin-Workflow einbinden.

    Diese Funktionen greifen in einem durchgängigen Workflow ineinander:

    • Baue, simuliere und validiere die Fabrik in Visual Components.
    • Betrachte die Simulation in FactoryLens mit realistischen Materialien, Beleuchtung und Schatten und nimm Bilder und Videos für Reviews und die Kundenkommunikation auf.
    • Exportiere Fabrikkonfigurationen über OpenUSD, um sie in kompatiblen externen Anwendungen zu nutzen.

    Für Systemintegratoren und Maschinenbauer verbindet das den technischen Nachweis mit einem kundentauglichen Erlebnis. Das bestehende technische Modell bleibt die Grundlage, und FactoryLens erweitert die Möglichkeiten, es zu visualisieren, zu vermitteln und wiederzuverwenden.

    Mach komplexe Automatisierung leichter verständlich

    Kunden sollten keine Simulationskenntnisse brauchen, um die geplante Fabrik zu verstehen. Vertriebsteams sollten nicht jede technische Ansicht für ein anderes Meeting neu erstellen müssen. Ingenieure sollten nicht jedes Mal dieselben visuellen Details erklären müssen, wenn ein neuer Stakeholder hinzukommt.

    FactoryLens macht aus einer einzigen Simulation in Visual Components einen anschaulicheren visuellen Bezugspunkt, vom Angebot bis zur Übergabe. So können technische und nicht technische Teams besser über die künftige Fabrik sprechen, bevor die Umsetzung beginnt.

    „Wir sind überzeugt, dass die Zukunft der Fertigung auf vernetzten digitalen Zwillingen basiert, nicht auf isolierten Anwendungen. FactoryLens ist unser erster Schritt, um NVIDIA-Omniverse-Bibliotheken in Visual Components zu integrieren. So können Fertigungsunternehmen sehen, wie ihre Fabriken wirklich aussehen und sich verhalten werden, bevor sie sie bauen. Die Produktivität und Benutzerfreundlichkeit, die unsere Kunden bereits kennen, bleiben dabei erhalten.“

    Mika Anttila, Chief Technical Officer und Co-Founder bei Visual Components.

    FactoryLens ist die nächste Phase der gemeinsamen Roadmap von Visual Components und NVIDIA. Es bringt die offenen Bibliotheken und Frameworks von NVIDIA in das Ökosystem von Visual Components und vereint physikalisches Verhalten, Simulationslogik und visuellen Realismus in vernetzten digitalen Zwillingen. Während sich die Funktionen weiterentwickeln, soll die Roadmap den Nutzen bestehender Fabriksimulationen auf Engineering- und Physical-AI-Workflows ausweiten. Grundlage dafür sind konkrete Anwendungsfälle der Kunden und die Interoperabilität im gesamten OpenUSD-Ökosystem.

    Das sagen unsere Kunden über FactoryLens

    SEJFO Group

    Die SEJFO Group, ein schwedischer Automatisierungsanbieter, nutzt derzeit eine separate Rendering-Software, um Bilder und Videos ihrer Simulationsprojekte für Kunden zu erstellen. Die Ergebnisse können zwar hervorragend aussehen, der Prozess ist aber oft zeitaufwendig, vor allem wenn Designänderungen nötig sind. Bei jeder Aktualisierung muss das Team zurück zu Visual Components, die Änderung vornehmen, das Modell erneut exportieren und das Rendering in Blender wiederholen.

    Mit FactoryLens wird dieser Workflow deutlich einfacher. Es ist nicht nötig, ein neues Rendering-Tool oder einen neuen Workflow zu erlernen. FactoryLens liefert mit einem einzigen Klick eine hochwertige gerenderte Ansicht und macht den gesamten Prozess schnell und unkompliziert.

    Erik Andersen, Technical Sales / Concept Developer bei der SEJFO Group, war sehr beeindruckt davon, wie gut FactoryLens mit anspruchsvollen Materialien wie Glas und Metall umgeht. Muss ein Material angepasst werden, lässt es sich direkt in Visual Components ändern und sofort wieder in FactoryLens betrachten, ganz ohne komplizierten Export. Ein weiterer großer Vorteil ist die Roboterverkabelung. In herkömmlichen Rendering-Workflows muss die Verkabelung oft manuell in einer zusätzlichen Rendering-Software nachgebaut werden. FactoryLens stellt sie dagegen ohne zusätzlichen Aufwand korrekt dar.

    FactoryLens reduziert den Aufwand für kundentaugliche Visualisierungen deutlich und macht Design-Iterationen wesentlich schneller und effizienter.

    Ich muss nicht in eine andere Umgebung exportieren, sondern kann ohne Verzögerung zwischen einem gerenderten Viewport und dem Arbeits-Viewport hin- und herwechseln. FactoryLens bietet eine großartige und sehr flexible Möglichkeit, die Simulation in einem Videomeeting zu präsentieren.

    Erik Andersen, Technical Sales / Concept Developer bei der SEJFO Group

    Zum Weiterlesen