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Fünf Vorurteile über Fabriksimulation, die ausgeräumt gehören

Kommerzielle Softwarelösungen für die Fabriksimulation kamen erstmals in den 1990er Jahren auf den Markt. Die ersten Produkte boten lediglich 2D-Animationen, doch mit zunehmender Computerleistung gewann auch die 3D-Simulation an Bedeutung. Bereits nach kurzer Zeit entwickelte sich die 3D-Fabriksimulation zu einem der nützlichsten Werkzeuge in der Fertigungsindustrie. Trotz der zunehmenden Bedeutung der Simulation in der Industrie bestehen aber auch heute noch zahlreiche Vorurteile und Missverständnisse.

Die meisten Menschen wissen, was Simulation bedeutet, nämlich eine Nachbildung von realen oder fiktiven Szenarien, meist am Computer. Bekannte Beispiele sind Flugsimulatoren, Virtual-Reality-Umgebungen von Szenarien des wirklichen oder eines fiktiven Lebens, ferner Simulationen aller Arten von komplexen Systemen. Aber viele Menschen haben nur eine begrenzte Vorstellung davon, welche Vorteile die Simulation für ihr Fachgebiet leisten kann.

Mit der Fabriksimulation haben es Ingenieure geschafft, den Betrieb einzelner Maschinen, Fertigungszellen, Produktionslinien, ja sogar ganzer Fabriken zu modellieren. So konnten sie im Fertigungsablauf auftretende Probleme analysieren, sie konnten die Installation neuer Anlagen zuverlässig planen und sie konnten Wege zur Optimierung der Produktion erforschen. Die Fabrikplaner sahen die 3D- Fabriksimulation auch als Werkzeug, mit dem sie ihre Ideen klarer kommunizieren konnten, und sie schätzten es, dass die 3D-Fabriksimulation ihnen dabei half, kostspielige Fehler bei der Planung zu vermeiden.

Visual Components ist ein Unternehmen, das seinen Kunden seit über zwanzig Jahren Lösungen für die 3D-Fabriksimulation liefert. In dieser Zeit haben wir eine Menge Vorurteile und Missverständnisse über die Fabriksimulation gehört. Daher wissen wir aus Erfahrung, dass viele der angeblichen Probleme im Umfeld der 3D-Fabriksimulation meist von Leuten berichtet werden, die nicht in der Lage waren, sich die Vorteile der Simulation zunutze zu machen.

Um mit diesen Vorurteilen aufzuräumen, gehen wir hier auf einige der meistgenannten Bedenken ein. Lernen Sie fünf Vorurteile über die 3D-Fabriksimulation kennen und erfahren Sie, warum jeder, der in der Produktion tätig ist, von Simulation auf die eine oder andere Weise profitieren kann.

#Nr. 1 Hohe Einstiegskosten

“Unserer Meinung nach lohnt es sich nicht, so viel Geld zu bezahlen!”

Bei den meisten kommerziellen Softwarelösungen dauert es eine gewisse Zeit, bis man von allen Vorteilen profitiert. Die anfängliche Schulung kostet Zeit, ebenso die Umsetzung geeigneter Anwendungsfälle im Unternehmen. Auch die Ressourcen, die eingesetzt werden müssen, um die Lösung so effizient wie möglich zu nutzen, erfordern Zeit und Mühe. Deshalb sollten Sie beim Abwägen der Vor- und Nachteile einer Lösung auch immer deren zukünftige Möglichkeiten im Auge behalten.

Obwohl viele Simulationslösungen Ähnlichkeiten aufweisen, können ihre Funktionen, Anwendungen und Preise sehr unterschiedlich sein. Daher ist es wichtig, Ihre Bedürfnisse und Anforderungen möglichst genau zu definieren und mit den Eigenschaften der Software abzugleichen. Unsere Erfahrung sagt, dass die meisten Unternehmen für ihre Aufgaben nicht das „Premium-Paket“ benötigen. Stattdessen reicht meist eine Version der 3D-Fabriksimulation aus, die zwar ihre Bedürfnisse und Anforderungen erfüllt, die aber viel günstiger ist.

#2 Viele Anpassungen erforderlich

“Wir haben einfach nicht die Zeit, jede Kleinigkeit anzupassen…”

Auch bei einer Software für 3D-Fabriksimulation kann man die Anpassungen entweder auf die Spitze treiben oder aber auf ein Mindestmaß beschränken. Viele unserer Kunden haben sich für den zweiten, schnelleren Weg entschieden. Sie haben ihre Aufgabenstellung sorgfältig untersucht und dann entschieden, welche unserer Lösungen ihre Anforderungen am besten erfüllt, so dass wir für sie eine Lösung mit minimalen Anpassungen implementieren konnten. In Visual Components können Sie viele Anpassungen vornehmen: Sie können Ihre eigenen Komponenten erstellen oder aus Ihrem CAD-System importieren, die Benutzeroberfläche anpassen oder neue Arbeitsabläufe definieren – all das kann mit minimaler oder maximaler Anpassung erfolgen; Sie haben es selbst in der Hand. Wir liefern unseren Kunden einen umfangreichen eCatalog mit über 2.700 vorgefertigten, simulationsfähigen Fabrikkomponenten von Dutzenden führender Hersteller aus der industriellen Automation (wie KUKA oder ABB). Somit müssen Sie keine zeitraubende und mühsame 3D-Modellierung vornehmen, um mit Visual Components Ihre Fabrik zu simulieren.

Die meisten Unternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten, entscheiden sich für eine minimale Anpassung. Aber es gibt auch eine Kategorie von Firmen, die sehr spezielle Forderungen an die Simulation stellen und daher spezifische Anpassungen benötigen. Hier muss möglicherweise ergänzende Entwicklungsarbeit geleistet werden, um bestehende Lösungen anzupassen, oder es müssen völlig neue Funktionen und Lösungen entwickelt werden. Die Unternehmen, die in diese Kategorie fallen, haben in der Regel eine sehr spezifische Problemstellung, oder sie suchen nach einer Plattform für die Entwicklung von Speziallösungen. Wir haben im Laufe der Jahre mit mehreren Unternehmen an solchen maßgeschneiderten Projekten gearbeitet, aber die meisten unserer Kunden entscheiden sich für geringe Anpassungen.

#3 Zu hohe Komplexität

“Das ist mir alles zu kompliziert. Ich bleibe einfach bei dem, das ich schon kenne.”

Simulationssoftware steht manchmal im Ruf, für Durchschnittsmenschen zu komplex zu sein. Aber es gibt mehrere Enden des Spektrums der Komplexität, wie bei jeder anderen Anwendung auch, nämlich die komplexe Mikroebene und die relativ übersichtliche Makroebene. Die einzige wirkliche Grenze für Sie ist Ihre Vorstellungskraft und Ihre Bereitschaft, die Möglichkeiten und das Potenzial der 3D-Fabriksimulation zu erlernen.

Wer in der Fertigungsindustrie tätig ist, hat höchstwahrscheinlich schon Erfahrungen mit anderen Werkzeugen gemacht, deren Beherrschung jahrelange Erfahrung erfordert. Aber nicht alle Tools, die von Fachleuten in der Industrie verwendet werden, erfordern einen speziellen Abschluss, um sie bedienen zu können. Das gilt auch für unsere Software für die Fabriksimulation. Wir haben Lösungen speziell für Konstruktions- und Planungsteams in der Industrie entwickelt, die sowohl von technischen als auch von nichttechnischen Fachleuten verwendet werden können. Für viele Aufgaben, die Sie mit unserer Software durchführen können, wie z. B. das Konfigurieren von Layouts oder das Präsentieren von Simulationen, benötigen Sie weder ein Ingenieurdiplom noch besondere Fachkenntnisse. Gesunder Menschenverstand und ein wenig Übung sind in der Regel alles, was Sie brauchen, um loslegen zu können.

#4 Man muss zu viel lernen

„Es würde zu lange dauern, bis wir einen Nutzen feststellen könnten, denn wir brauchen zu lange, die Software zu erlernen.“

Weil sie glauben, man müsste sehr viel lernen, um Fabriksimulation anzuwenden, lassen viele Menschen sich davon abhalten, bevor sie überhaupt angefangen haben.

Wie der Name vermuten lässt, ist die 3D-Simulationssoftware von Visual Components unglaublich visuell. Das unterstützt den Anwender dabei, die Funktionsweise unserer Software leichter zu verstehen. Wenn Sie jemals ein Videospiel mit Drag-and-Drop-Funktionen gespielt haben (z. B. ein Strategiespiel), dann wissen Sie bereits, wie unsere Software funktioniert. Das Platzieren von Fabrikkomponenten in ein Fabriklayout fühlt sich dann sehr vertraut an.

Natürlich werden die Dinge etwas komplizierter, wenn Sie komplexere Prozesse modellieren, Roboter programmieren und Mensch-Maschine-Interaktionen usw. hinzufügen. Daher unterstützen wir unsere Kunden durch unsere umfangreiche Online-Akademie, die alles abdeckt, was Sie jemals über die Verwendung unserer Software zur Lösung Ihrer Aufgaben wissen möchten. Zusätzlich zu unserer Online-Akademie steht Ihnen ein Team von Simulationsexperten zur Seite, wenn Sie Hilfe benötigen.

#5 Andere Systeme können dasselbe

“Das wirkt alles ein bisschen effekthascherisch. Ich kann das auch mit CAD-Software machen.”

Manchmal ist es schwierig, die Gewohnheiten der Mitarbeitenden zu ändern und sie davon zu überzeugen, neue Technologien und Lösungen sowie neue Arbeitsweisen einzusetzen. Noch schwieriger wird es, wenn sie glauben, dass die vorhandenen Lösungen gut genug sind.

Die Einführung neuer Technologien verläuft nicht immer ganz problemlos, und das gilt auch für Lösungen für die Fabriksimulation. Zahlreiche unserer Kunden haben eine reibungslose und schnelle Implementierung durchgeführt und konnten rasch positive Ergebnisse aus der Integration der Fertigungssimulation in ihre Arbeitsabläufe ziehen. Aber es gibt auch einige Unternehmen, die keine so positiven Erfahrungen gemacht haben. Das kann unterschiedliche Gründe haben, und der Fehler liegt nicht immer beim Kunden. Wir haben jedoch festgestellt, dass eine gründliche Planung, und zwar vor Auswahl, Kauf und Implementierung der Fabriksimulation der wichtigste Erfolgsfaktor ist, den die Kunden beeinflussen können, um ein positives Ergebnis zu erzielen.

Schlussfolgerung

Wie oben erwähnt haben wir im Laufe der Jahre alle möglichen Gründe gehört, warum sich manche Menschen nicht für Fabriksimulation entscheiden wollen. Und im Laufe der Jahre haben wir festgestellt, dass mangelnde Planung die Hauptursache für viele der angeblichen Schwierigkeiten ist, die als Probleme der Fabriksimulation verallgemeinert wurden. Wir hoffen, dass Sie aus diesem Blogbeitrag vor allem mitnehmen können, dass die 3D-Fabriksimulation sehr viele mögliche Anwendungen besitzt und dass sie ein unglaublich nützliches Werkzeug sein kann.

Wir hoffen, dass wir mit einigen falschen Vorstellungen über Fabriksimulationssoftware aufräumen konnten. Und wir hoffen, dass es deutlich geworden ist, warum Sie es näher in Betracht ziehen sollten, 3D-Fabriksimulation auch in Ihrem Unternehmen zu nutzen, um damit Ihre Fertigung zu optimieren.

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