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Visual Components 5.0 – Der schnellste Weg vom Konzept zur Realität

Das ist Visual Components 5.0

In der modernen Fertigung sind Geschwindigkeit und Anpassungsfähigkeit entscheidend.

Teams brauchen Werkzeuge, die mit komplexen Anforderungen Schritt halten, ohne sie auszubremsen. Visual Components 5.0 bietet genau das: schnellere Leistung, erweiterte Anpassungsmöglichkeiten und durchgängige Workflows auf einer einzigen Plattform. So entsteht in jeder Phase der digitalen Produktionsplanung ein klarer Weg vom Konzept zur Umsetzung. In den folgenden Abschnitten findest du die wichtigsten Neuerungen in Visual Components 5.0, die das ermöglichen.

Nimm an unserem 5.0 Release-Webinar mit unseren Simulationsexperten teil, um die neuen Funktionen kennenzulernen und deine Fragen zu stellen. Das Webinar findet am Donnerstag, den 16. April, von 10:00 bis 11:00 Uhr CEST statt. Hier registriere.

Geschwindigkeit und Flexibilität auf einer All-in-One-Plattform

Visual Components hat schon immer für eine schnelle Planung vom Konzept bis zur Produktion gestanden – und Version 5.0 führt diesen Anspruch konsequent weiter. Durch zentrale Verbesserungen der Performance laufen große und komplexe Modelle und Prozesse jetzt noch reibungsloser. Du kannst umfangreiche Fabriklayouts laden und mehrere Roboter sowie bewegte Komponenten gleichzeitig simulieren, ohne dass die Software ins Stocken gerät. Gleichzeitig bieten erweiterte Anpassungsoptionen mehr Freiheit, jede Simulation exakt auf deine Anforderungen zuzuschneiden. In der Praxis bedeutet das:

  • Schnellere Layout-Iterationen ermöglichen es dir, Fabriklayouts neu zu gestalten und sofortiges Feedback zu erhalten.
  • Die schnelle virtuelle Inbetriebnahme hilft dir, neue Prozessabläufe vollständig zu simulieren und die Logik zu prüfen, bevor sie in der realen Anlage angewendet wird.
  • Ein zuverlässiges Deployment gibt dir die Sicherheit, dass sich dein virtueller Test wie das reale System verhält.

In allen Bereichen gibt dir Visual Components 5.0 mehr Kontrolle und Sicherheit bei jedem Schritt. Du verbringst weniger Zeit mit zeitaufwendigen Arbeitsschritten und mehr damit, echte Probleme zu lösen.

Flexibles Scripting mit der modernen Python-3-API

Mit voller Python-3-Unterstützung und einer verbesserten API hast du mehr Kontrolle über deine digitale Fabrik als je zuvor. Du kannst die Simulationsumgebung anpassen, Aufgaben automatisieren und Datenanalyse-Bibliotheken (wie NumPy oder pandas) direkt in deinen Workflow integrieren. Zum Beispiel kannst du:

  • Eigene Erweiterungen und Tools entwickeln, die exakt zu deinen Prozessen passen.
  • Repetitive Aufgaben automatisieren, indem du einfache Python-Skripte schreibst.
  • Daten direkt in der Simulation auswerten, mit gängigen Bibliotheken (wie NumPy oder pandas) für erweiterte Logik

Diese Features bedeuten, dass du nicht auf Standardfunktionen beschränkt bist. Wenn du dir einen Ablauf oder eine Funktion vorstellen kannst, kannst du sie auch skripten. Die neue API bringt die volle Leistungsfähigkeit von Python direkt in deinen Workflow, sodass Entwickler und Power-User komplexe Prozesse mit nur wenigen Codezeilen automatisieren können.

Die Python-3-API ist in allen Versionen von Visual Components 5.0 verfügbar. Das Erstellen eigener Python-Skripte steht jedoch nur in den Editionen Professional, Premium und den entsprechenden OLP-Versionen zur Verfügung.

Die Unterstützung für Python 2 ist in Visual Components 5.0 veraltet, da wir vollständig auf Python 3 umstellen. Bestehende Python-2-Workflows funktionieren während des gesamten 5.x-Lebenszyklus weiterhin, die vollständige Entfernung ist jedoch für das nächste Major Release (6.0) geplant. Wir empfehlen daher, frühzeitig mit der Migration auf Python 3 zu beginnen. Weitere Informationen findest du in unserer Software Lifecycle Policy.

Erweiterte Konnektivität und Integration

Die Integration digitaler Modelle mit realer Hardware ist jetzt einfacher denn je. Visual Components 5.0 erweitert die integrierten Konnektoren für weitere Robotersteuerungen (darunter Denso, Yamaha, Techman und Mitsubishi MELFA) sowie SPS-Systeme wie LS Electric. Zusätzlich steht eine native MQTT-Schnittstelle für Live-Datenströme zur Verfügung. Diese neuen Verbindungen schließen die Lücke zwischen virtueller und physischer Welt:

  • Echtzeittests ermöglichen es dir, Sensorsignale und Produktionsdaten per MQTT direkt in deine Simulation zu streamen, für ein realitätsnahes Reaktionsverhalten.
  • Die Controller-Integration erlaubt es dir, ein SPS-Programm oder einen Robotercontroller direkt mit der Simulation zu verbinden, um die Logik vor dem Deployment zu validieren.
  • Durch die Unterstützung weiterer Marken und Protokolle wird sichergestellt, dass sich deine virtuellen Modelle genauso wie die realen Systeme auf dem Shopfloor verhalten.

Durch die engere Verbindung zwischen Simulation und Hardware macht Visual Components 5.0 die virtuelle Inbetriebnahme noch nahtloser und gibt dir mehr Sicherheit, wenn es darum geht, reale Systeme zu bauen oder zu verändern.

Die neuen Connectivity-Plugins für Denso-, Yamaha-, Techman- und Mitsubishi-MELFA-Roboter sowie die LS-Electric-SPS sind in Visual Components 5.0 Premium und Premium OLP verfügbar. Der MQTT-Connector steht in Visual Components 5.0 Professional und Premium sowie in den jeweiligen OLP-Versionen zur Verfügung.

Intelligentere Simulation mit schnellerer Kollisionsprüfung

Neu in 5.0 ist das Collider-Feature, das die Kollisionsprüfung erheblich beschleunigt. Anstatt detaillierte, hochpolygonale Modelle zu verwenden (die die Physik-Engine ausbremsen können), kannst du vereinfachte „Collision Shapes“ über deine Komponenten legen. Dadurch wird die Komplexität der Kollisionsberechnung um bis zu 99 % reduziert, ohne an Genauigkeit zu verlieren. Du hast die volle Kontrolle über Form und Präzision der Collider und kannst so selbst bestimmen, welches Verhältnis aus Geschwindigkeit und Genauigkeit für deinen Anwendungsfall ideal ist.

In der Praxis bedeutet das: Deine Simulationen laufen spürbar schneller und flüssiger, besonders in komplexen Umgebungen. Da deutlich weniger Geometrie geprüft werden muss, werden Kollisionen schneller berechnet und Überarbeitungszyklen verkürzt. Außerdem kannst du die Collider-Visualisierung bei Bedarf anpassen oder ausblenden. Das Ergebnis ist eine deutlich reaktionsschnellere Simulation: Selbst bei vielen bewegten Robotern und Komponenten konzentriert sich das System auf die wirklich relevanten Interaktionen und spart sich unnötige Details. Kurz gesagt, Visual Components 5.0 nutzt intelligente Kollisionsgeometrien, damit du mehr Szenarien in kürzerer Zeit testen kannst.

Collider stehen in allen Versionen von Visual Components 5.0 zur Verfügung. Das Erstellen eigener Kollisionsgeometrie ist jedoch nur in den Editionen Professional, Premium und den entsprechenden OLP-Versionen möglich.

Nächste Stufe der Roboterprogrammierung mit OLP 5.0

Visual Components 5.0 geht weit über die Simulation hinaus; es hebt die Roboter-Offline-Programmierung (OLP) auf ein neues Niveau. Dieses Release markiert einen großen Fortschritt darin, wie Roboter programmiert und simuliert werden können, dank eines modellbasierten Engineering-Ansatzes und weiterer Automatisierungstools. In klassischen Workflows bedeutete die Überführung eines Produktdesigns in ein Roboterprogramm viel manuelle Arbeit: Ingenieure mussten CAD-Zeichnungen interpretieren, Werkzeugbahnen definieren, markenspezifische Besonderheiten berücksichtigen und vieles mehr. Mit Visual Components OLP 5.0 wird nun echtes modellbasiertes Engineering möglich – die Software nutzt digitale Designdaten, um große Teile dieser Arbeit zu automatisieren.

Mit der Unterstützung von Model-Based Definition (MBD) und Product Manufacturing Information (PMI) in CAD-Modellen kann Visual Components 5.0 das Produktdesign direkt mit der Fertigungsprozessplanung verknüpfen und damit eine Zusammenarbeit schon in den frühesten Projektphasen ermöglichen. In der Praxis ist das ein echter Durchbruch: Die Roboterprogrammierung lässt sich deutlich besser mit der ursprünglichen Designabsicht abstimmen, ohne mühsame manuelle Übertragungen.

Model-Based Engineering automatisiert die Roboterprogrammierung

Das Konzept des Model-Based Engineering (MBE) in Visual Components 5.0 bedeutet, dass die Software Roboterbahnen und Programme automatisch direkt aus den CAD-Daten generieren kann. Durch das Auslesen von PMI – etwa Maße, Toleranzen oder Angaben zur Oberflächenbeschaffenheit – entstehen präzise Werkzeugbahnen ganz ohne manuelle Eingaben. Das spart zeitaufwendige Programmierarbeit, reduziert Fehler und stellt sicher, dass der Roboter die ursprüngliche Designabsicht von Beginn an korrekt umsetzt.

Modelbasierte Automatisierung macht die Roboter-Offline-Programmierung schneller, genauer und reproduzierbarer. Sie beseitigt Interpretationsfehler zwischen Design- und Programmierteams, verhindert Nacharbeit durch konsistente Workflows und verbessert die Schweißqualität mit Funktionen wie dem Welding Procedure Specification (WPS) Rule Manager und dem WPS Selector. Dieses Tool wendet automatisch die optimalen Prozessparameter für jeden Prozesspfad an, reduziert den manuellen Aufwand und stellt sicher, dass die richtigen WPS-Regeln eingehalten werden für höhere Qualität und mehr Konsistenz.

Mit weniger manuellen Schritten arbeiten sowohl Design- als auch Automatisierungsingenieure auf einer gemeinsamen, verlässlichen Datenbasis. Das Ergebnis ist schnellere Programmierung, mehr Vertrauen in die Simulation und eine zuverlässige Performance, sobald das Programm in die Produktion geht.

Model-Based Engineering sowie der WPS Rule Manager und der WPS Selector sind in den OLP-Produkten von Visual Components in Version 5.0 verfügbar.

Automatische Bahnberechnung für komplexe Szenarien

Visual Components 5.0 erleichtert auch die Programmierung von Robotern in anspruchsvollen Szenarien – ganz ohne mühsame Nacharbeit. Ein neuer automatischer Path Solver übernimmt die komplexe Aufgabe, Roboterbewegungen so zu planen, dass Kollisionen vermieden werden, alle Achsgrenzen eingehalten bleiben und die Erreichbarkeit gewährleistet ist. Anstatt stundenlang per Trial-and-Error an einer Roboterbahn zu feilen, lässt du den Solver die schwere Arbeit übernehmen.

Er erzeugt sichere, kollisionsfreie Bahnen selbst in engen Bereichen oder Mehrroboterzellen und vereinfacht damit die Programmierung komplexer Robotersysteme erheblich. Der Solver liefert zudem eine klare visuelle Rückmeldung zu den gefundenen Bahnen, sodass Ingenieure die Ergebnisse problemlos überprüfen und bei Bedarf feinjustieren können. Durch die automatisierte Bahnplanung spart dir Visual Components 5.0 wertvolle Zeit und stellt sicher, dass deine Roboterprogramme produktionsreif und fehlerfrei sind.

Der neue Solver ist in den OLP-Produkten von Visual Components (Version 5.0) verfügbar für alle Kunden mit aktiver Maintenance oder gültigem Abonnement.

Unterstützung mehrerer Roboterhersteller für eine schnellere Implementierung

Hersteller setzen selten nur eine Robotermarke ein, und der Wechsel zwischen herstellerspezifischen Tools kostet oft viel Zeit. Visual Components OLP 5.0 enthält integrierte Postprozessoren für 22 Robotermarken und deckt damit einen großen Teil der am Markt verfügbaren Industrieroboter ab.

Dank dieser Multi-Brand-Unterstützung kannst du mehrere Roboter in derselben Umgebung programmieren und controller­spezifischen Code mit nur einem Klick exportieren. Du musst Programme nicht mehr manuell umschreiben oder zwischen unterschiedlicher Herstellersoftware wechseln. Dieser vereinheitlichte Workflow standardisiert deinen Automatisierungsansatz über gemischte Roboterflotten hinweg, verkürzt die Einrichtungszeit und vereinfacht den Betrieb.

Die Postprozessoren für 22 Robotermarken sind in den OLP-Produkten von Visual Components in Version 5.0 verfügbar.

Schweißintegration mit dem Fronius-Connector

Schweißprozesse erfordern höchste Genauigkeit und Wiederholbarkeit. Visual Components 5.0 führt einen Fronius-Connector ein, der die direkte Kommunikation mit Fronius-Schweißstromquellen ermöglicht.

Durch diese Integration kannst du Schweißjobs direkt in Visual Components erstellen, bearbeiten und verwalten – inklusive aller Parameterdaten, ganz ohne externe Tools. Indem die Schweißparameter genau und konsistent angewendet werden, unterstützt der Connector wiederholbare, hochwertige Schweißnähte sowohl in der Simulation als auch in der realen Produktion.Gleichzeitig reduziert er den manuellen Einrichtungsaufwand und verkürzt die Inbetriebnahmezeiten, und macht anspruchsvolle Schweißautomatisierung so einfach wie nie zuvor.

Der Fronius-Connector ist in den OLP-Produkten von Visual Components in Version 5.0 verfügbar.

Visual Components 5.0 – FAQ

Python 2 wird in Visual Components 5.0 nicht mehr unterstützt und in Version 6.0 vollständig entfernt. Wir empfehlen dringend, bestehende Skripte oder Add-ons bereits jetzt auf Python 3 zu migrieren, um die Kompatibilität mit zukünftigen Versionen sicherzustellen.

Essentials enthält ab Version 5.0 keine OPC-UA-Unterstützung mehr. Stattdessen bietet Essentials die Möglichkeit zur individuellen Anbindung: Du kannst eigene Plugins entwickeln, um Visual Components mit externen Systemen zu verbinden. Das gibt dir die Flexibilität, Visual Components in die von dir bevorzugten Plattformen und Workflows zu integrieren.

Wenn du Fragen hast oder Unterstützung benötigst, wende dich bitte an deinen Account Manager.

Dein Account Manager ist die beste Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Upgrade auf Version 5.0, Add-ons oder die Kompatibilität.

Nein. Ab Visual Components OLP 5.0 ist der automatische Pfadlöser für alle Kunden mit aktivem Wartungsvertrag oder Abonnement enthalten. Das bedeutet, dass du das Solver-Bundle-Add-on nicht mehr separat erwerben musst, um Zugriff auf den automatischen Pfadlöser zu erhalten.

Das KUKA.Sim-Add-on (entwickelt für KUKA System Software 8.x) ist in Visual Components 5.0 nicht enthalten. Wenn du auf das bestehende Add-on angewiesen bist, kannst du es weiterhin mit Visual Components 4.10 verwenden. Dort bleibt es vollständig kompatibel mit den KUKA-Controller-Versionen, für die es entwickelt wurde.

Für neuere KUKA-Controller-Versionen solltest du den Umstieg auf iiQWorks.Sim einplanen, da dies die Simulationsumgebung ist, die KUKA künftig unterstützt. Ein iiQWorks.Sim-Add-on für Visual Components ist geplant, steht zum initialen 5.0-Release jedoch noch nicht zur Verfügung. Weitere Informationen folgen, sobald es verfügbar ist.

Bereit loszulegen?

Visual Components 5.0 markiert einen wichtigen Meilenstein in unserer Digitalisierungsstrategie – und bietet einen klareren, schnelleren und skalierbareren Weg von der Idee zur Umsetzung für moderne Fertigungsteams. Wir sind überzeugt, dass diese neuen Funktionen und Verbesserungen dich dabei unterstützen, Automatisierung mit noch mehr Sicherheit und Effizienz zu planen und umzusetzen. Erkundet unsere Versionshinweise, um mehr über die neuen Funktionen in Visual Components 5.0 zu erfahren.

Bereit, es selbst auszuprobieren? Kontaktiere uns, um mehr zu erfahren, eine Demo anzufordern oder direkt mit Visual Components 5.0 zu starten. Die neueste Version 5.0 ist für Kunden mit gültiger Maintenance kostenlos. Das Upgrade ist einfach – starte hier. Wir helfen dir dabei, dein nächstes Fertigungskonzept schneller als je zuvor in die Realität umzusetzen.

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